Das Gemeinwohl-Audit – Selbstbild und Fremdbild als Navi für Ihr Unternehmen

Das Audit ist eine unabhängige und zertifizierte Prüfung aller im Bericht dargestellten Aktivitäten, die sich auf Mensch und Umwelt auswirken. Sie sichert die Qualität der Gemeinwohl-Bilanz. Das Audit-Zertifikat ist ein Gütesiegel: Es sichert die Glaubwürdigkeit des Berichts gegenüber den Stakeholdern.

Wenn Sie Ihren Bericht in einer Peer-Gruppe erstellt haben, können Sie zwischen einere Peer-Evaluierung oder einem externes Audit wählen.

Die Internationalen Qualitäts-Sicherungs Standards für GWÖ-Audits und die Mindestanforderungen für einen Gemeinwohl-Bericht finden Sie hier:

Hier geht`s zur Audit-Anmeldung

In einem Audit-Feedback durch Gemeinwohl-Expert:innen erfahren Sie

  • Wo Ihr Unternehmen heute schon herausragende Leistungen zum Gemeinwohl erbringt
  • Wie Ihr Entwicklungspfad in die Zukunft aussehen kann
  • Wo Ihre interessantesten Zukunftspotentiale liegen

Die Gemeinwohl-Auditor:innen zeigen Ihnen, wo Sie auf der Stufenleiter zum Gemeinwohl-Unternehmen derzeit stehen und bewerten mit Ihnen gemeinsam Ihre bereits umgesetzten Maßnahmen. Sie werden sich Ihrer unternehmerischen Stärken bewusster, lernen Good Practice Beispiele anderer Pionierunternehmen kennen und entdecken die bisher unerkannten Zukunftspotenziale.

Kontakt und Information rund um das externe Gemeinwohl-Audit:

Für alle Fragen rund ums Audit wenden Sie sich bitte an audit-admin-dach@ecogood.org
oder direkt an Audit-Beratungs-Hotline: +49 (8268) 908165.

Externes Audit

Audit-Arten

Es gibt zwei Arten von Prüfungen: Besuchs- und Desk-Audit. Das erste Audit ist immer ein Besuchsaudit, um eine ganzheitliche Sicht des Unternehmens zu erhalten. Mehr über die Details erfahren Sie hier.

Im Rahmen des Besuchs-Audits werden Interviews mit Mitarbeiter*innen des Unternehmens aus verschiedenen Funktionsbereichen und Hierarchieebenen geführt. Dabei werden die Aussagen im GWÖ-Bericht verifiziert und zusätzliche Informationen gegeben. Gegebenenfalls bitten die Auditoren um Einsicht in Dokumente, wie z.B. Verträge oder Umfrageergebnisse. Der Besuch bietet auch eine gute Gelegenheit für Feedback und Austausch über Weiterentwicklungspotenziale.

Basierend auf den Ergebnissen der Interviews wird der Auditbericht ergänzt und eine erste Beurteilung aus der Audit-Perspektive vorgenommen. Im abschließenden Feedback-Gespräch mit dem Auftraggeber (Team) via Videokonferenz (auf Wunsch persönlich vor Ort, falls zusätzliche Reisekosten übernommen werden) wird die abschließende Beurteilung besprochen. Als Bestätigung des Audits erhält das Unternehmen das Zertifikat.

Das Besuchs-Audit findet alle zwei bis sechs Jahre statt, je nach Größe des Unternehmens.

Im Falle eines Desk-Audits wird die Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit der Berichterstattung auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen ohne Vor-Ort-Besuch bewertet. Der Audit-Bericht wird auf der Grundlage des Gemeinwohl-Berichts erstellt. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, können die Auditoren bei Bedarf zusätzliche Unterlagen anfordern.

In der abschließenden Feedback-Diskussion mit dem Auftraggeber (Team) per Videokonferenz wird die abschließende Beurteilung besprochen. Als Bestätigung des Audits erhält das Unternehmen das Zertifikat.

Ablauf Externes Audit

Melden Sie sich über das Audit-Formular bequem online an. Ihnen wird ein:e Auditor:in zugewiesen – bei größeren Unternehmen kann dies ein Team sein. Einzelheiten bezüglich des Auditverfahrens, des Zeitplans und der Kosten werden vor Beginn mit Ihnen besprochen.

Nach Beginn des Auditverfahrens wird der Bericht durch die Auswertung der Dokumentation, persönliche Gespräche und Besuche im Unternehmen verifiziert. Dabei wird zwischen einem Besuchs- und Desk-Audit unterschieden. Der Gemeinwohl-Bericht sowie die selbst bewerteten Ergebnisse werden aus einer sektorübergreifenden Perspektive kritisch bewertet. Die Auditoren können daher die Bewertung aus der Selbsteinschätzung anpassen.

In einem Audit-Bericht wird erläutert, wie die externe Beurteilung erreicht wurde. Die Begründung für die Bewertungen erfolgt auf der Ebene der Subindikatoren. Wenn möglich, werden zur Veranschaulichung der Maßnahmen Best-Practice-Beispiele herangezogen. Der Audit-Bericht weist auf vorhandene Stärken und Entwicklungspotenziale hin und bildet oft die Grundlage für wertvolle Feedbackgespräche, die zur Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen.

Am Ende des Auditprozesses wird ein Testat ausgestellt. Dieses zeigt die Punktzahl für jedes Gemeinwohl-Theme sowie die Gesamtpunktzahl an. Mit dem Testat wird der Gemeinwohl-Bericht für einen Zeitraum von zwei Jahren als Gemeinwohl-Bilanz anerkannt.

Das Zertifikat ist zwei Jahre gültig. Danach sollte ein neuer Gemeinwohl-Bericht erstellt und einer externen Prüfung unterzogen werden. Um weiter in die richtige Richtung zu gehen, ist es sinnvoll, Meilensteine zu setzen, um den Fortschritt zu überprüfen.

Für alle Fragen bezüglich des Audits wenden Sie sich bitte an audit-admin-dach@ecogood.org oder fragen Sie Ihre*n GWÖ-Berater*in.

Audit-Checkliste

Registrieren Sie sich für eine externe Prüfung auf unserer Audit-Plattform. Sie werden gebeten, folgende Dokumente hochzuladen:

Peer-Evaluierung

Bei einer Peer-Evaluierung wird eine kleine Gruppe von Unternehmen von einem*einer GWÖ-Berater*in durch eine Reihe von Workshops begleitet. Die Erstellung des Gemeinwohl-Berichts ist ein gemeinsamer Lernprozess. Die Bewertung des Beitrags jedes Unternehmens zum Gemeinwohl erfolgt mit Hilfe von Peers.

Schließlich werden die Ergebnisse von dem*der GWÖ-Berater*in der Prüfungsplattform vorgelegt. Das Peer-Zertifikat, eine Vorstufe zum Auditzertifikat, stellt auch ein Qualitätssiegel dar: Es sichert den Stakeholdern die Glaubwürdigkeit des Berichts.

Eine Peer-Evaluierung kann nur einmal, während der Erstellung der ersten Bilanz, durchgeführt werden.

Ablauf Peer-Evaluierung

Der gesamte Prozess, insbesondere das Abschlussmodul, muss von einem*einer qualifizierten GWÖ- Berater*in oder Prüfer*in moderiert und dokumentiert werden. Sie fungieren als Moderator*innen und können bei der Zusammenstellung einer Peer-Gruppe helfen. Um Ihr Interesse an einer Peer-Evaluation anzumelden, wenden Sie sich an die zertifizierten GWÖ-Berater*innen.

Weitere Informationen finden Sie in den Richtlinien zur Peer-Evaluation.

Eine Peer-Group besteht aus vier bis sechs Unternehmen. Über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten kommen sie in 4 bis 5 halbtägigen Workshops zusammen, um ein tieferes Verständnis der Indikatoren und Subindikatoren zu entwickeln. Dadurch wird die Grundlage für die Erstellung von Berichten gestärkt und ein reger Austausch gefördert, der zu gegenseitigem Lernen führt.

Als letzte Stufe des gemeinsamen Lernprozesses wird der Bericht jedes Unternehmens den Peers zur Bewertung vorgelegt – es findet eine Peer-Evaluierung statt. Nach gründlicher Lektüre der Dokumentation wird im Rahmen eines abschließenden Workshop-Moduls die abschließende Bewertung der jeweiligen Beiträge zum Gemeinwohl festgelegt: Jedes teilnehmende Unternehmen präsentiert und begründet seine Bewertung der Peers vor der Gruppe. Bei großen Unterschieden zwischen Selbsteinschätzungen und Peer-Bewertungen wird über das Endergebnis nach der Methode des systemischen Konsensierens entschieden.

Die GWÖ-Berater*innen, die den Prozess moderieren, bearbeiten die Dokumentation, die Peer-Evaluierung und die ausgefüllten Berichte und Auswertungen. Anschließend werden externe Audits durch GWÖ-Prüfer*innen durchgeführt. Das dauert etwa 2-4 Wochen, je nach Arbeitsaufwand und Verfügbarkeit. Wenn alles verfügbar und überprüfbar ist, wird ein Zertifikat ausgestellt. Es wird eine Zertifikatsgebühr von 50 Euro zuzüglich 20% Umsatzsteuer erhoben.

Eine Peer-Evaluierung kann nur einmal, während der Erstellung der ersten Bilanz, durchgeführt werden. Um die Vergleichbarkeit aller Bilanzergebnisse zu gewährleisten, sind externe Audits in Folge unerlässlich.

Checkliste Peer-Evaluierung

  • Die Registrierung für die Peer-Evaluierung erfolgt durch Ihre*n GWÖ-Berater*in auf unserer Audit-Plattform

Für alle Fragen bezüglich der Peer-Evaluation wenden Sie sich bitte Ihre*n GWÖ-Berater*in.