Die Gemeinwohl-Matrix ist ein Modell für die Organisationsentwicklung und Bewertung von unternehmerischen und gemeinwohl-orientierten Aktivitäten. Sie macht den Beitrag zum Gemeinwohl bewertbar. Die Werte in den Spalten fördern erfolgreiche Beziehungen und ein gutes Leben. Die Zeilen spiegeln die fünf Berührungsgruppen wider, mit denen eine Organisation am meisten Kontakt hat. In den Überschneidungen zwischen den Werten und den Berührungsgruppen beschreiben 20 Gemeinwohl-Themen den Beitrag einer Organisation zum Gemeinwohl.

Unternehmerisches Handeln bewertbar machen

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  • Die Gemeinwohl-Matrix besteht aus 20 Themen, die eine Orientierungshilfe für die Bewertung des Beitrags einer Organisation zum Wohl der Menschen und des Planeten bieten. Sie ist ein umfassendes Instrument, um alle Dimensionen ethischen Verhaltens zu berücksichtigen.

  • Die Gemeinwohl-Bilanz basiert auf der Matrix und erweckt sie zum Leben. Unternehmen, Gemeinden und Bildungseinrichtungen können eine Bilanz erstellen, um ihren eigenen Beitrag zu beschreiben.

  • Die Bilanz und die Matrix beruhen auf den universellen Werten der Menschenwürde, der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit, der Nachhaltigkeit, der Mitbestimmung und der Transparenz.

Der Zweck dieser Evaluierung ist es, die Auswirkungen von Unternehmensaktivitäten auf das Gemeinwohl aufzuzeigen. Im Bewertungsprozess positioniert sich die Organisation auf einer Skala, die davon abhängt, wie entwickelt die einzelnen Werte in der Organisation sind. Der Prozess der Erstellung des Berichts fördert daher die weitere Entwicklung der Organisation in einer Weise, die werteorientiert ist.

Gemeinwohlbilanz

Die Gemeinwohl-Matrix ist das Herzstück der Gemeinwohl-Bilanz, einer umfassenden Dokumentation der Gemeinwohlorientierung einer Organisation. Die Erstellung eines Gemeinwohl-Berichts macht deutlich, wie der jeweilige Wert in Bezug auf die jeweilige Anspruchsgruppe gelebt wird, welche Potenziale das Thema hat und welche Bereiche entwicklungswürdig sind. Der Prozess der Erstellung des Berichts fördert somit die Weiterentwicklung der Organisation in einer wertorientierten Weise.

Für Unternehmen
Für Gemeinden
Für Bildungseinrichtungen

NUTZEN

Wirkung in der Organisation

  • 360° Nachhaltigkeitsmanagement

  • Beziehungsmanagement

  • Motivation am Arbeitsplatz

  • Innovationsimpulse

  • Erfüllung der EU-Anforderung zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung,
    CSRD-konforme Matrix 6.0 in Arbeit

Wirkung am Markt

  • Attraktivität

  • Differenzierbarkeit

  • Sichtbarkeit

  • Kooperation

  • Netzwerk

Gesellschaftliche Auswirkung

  • Gemeinsame Werte

  • Lebensqualität

  • Erhalt von Natur und Umwelt

  • Faire und nachhaltige Produkte

  • Transparenz

Vorzeigebeispiele

Sustainable Development Goals (SDG)

Wirtschaften für das Gemeinwohl und die SDGs

Leitfaden von Matthias Kasper und Gerd Hofielen

Dieser Leitfaden richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die sich mit den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen beschäftigen und zu deren Umsetzung beitragen wollen. Das Modell der GWÖ und ihr Steuerungsinstrument, die Gemeinwohl-Bilanz, dienen als wesentliche strategische und betriebswirtschaftliche Instrumente, um Unternehmen bei der Erreichung dieser Ziele zu unterstützen. Laut einer an der Universität Bremen durchgeführten Studie ist die Gemeinwohl-Bilanz ein ehrgeiziger Ansatz zur Unterstützung der Umsetzung der SDGs.

Diese Leitlinien sind handlungsorientiert. Sie helfen Unternehmen, Wege zur Umsetzung der SDGs zu finden und zu prüfen, inwieweit sie die Gemeinwohl-Bilanz als unternehmerischen und organisatorischen Kompass nutzen können. Weitere Infos.

Der Leitfaden gibt einen allgemeinen Einblick in die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und zeigt auf, welche Rolle Unternehmen bei der Erfüllung der SDGs spielen können. Darüber hinaus wird untersucht, welchen Beitrag die Gemeinwohl-Ökonomie zu den nachhaltigen Entwicklungszielen leisten kann und inwieweit Unternehmen die Gemeinwohl-Bilanz nutzen können, um ihre SDG-Leistung zu steigern.

Der Hauptteil des Leitfadens nimmt alle 17 strategischen Entwicklungsziele unter die Lupe und erläutert, welche gemeinwohlorientierten Geschäftspraktiken zur Förderung eines bestimmten SDGs eingesetzt werden können. Er zeigt zunächst auf, welche globalen Herausforderungen das jeweilige SDG aus Sicht der Vereinten Nationen adressieren sollte und in welchen Handlungsfeldern Unternehmen zur Umsetzung der SDGs beitragen können.

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